Die in der heimischen Wirtschaft begehrte „Fit for Future“-Auszeichnung wird auf Initiative von Staatssekretärin Christine Marek heuer erstmals als Staatspreis vergeben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit prämiert damit in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetrieb Österreichs beste Lehrbetriebe für Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit in der Lehrlingsausbildung. Zudem wird ein Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der Integrativen Berufsausbildung verliehen. Die Teilnahme ist bis 30. Juni 2008 möglich.
Eine neu gestaltete Oberfläche, fünf Sprachen, hundert weitere Berufsbeschreibungen, tausend zusätzliche Bilder und ein umfangreicher Servicebereich: Das sind die Eckpfeiler des BIC 2008! Seit 4. April ist der BIC Relaunch online.
Update Lehre bietet Ausbildern, Lehrern sowie Berufs- und Bildungsberatern einen kompakten Überblick über die Neuerungen im Bereich der Lehre und enthält zahlreiche modern aufbereitete Produkte, die in der Berufsberatung bzw. Lehrlingsausbildung eingesetzt werden können. Die vom ibw erstellte Medienmappe kann kostenlos beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und bei der Wirtschaftskammer Österreich bezogen werden.
Ausgewählte abgeschlossene Projekte, die im Rahmen des europäischen Programms „Leonardo da Vinci“ gefördert wurden, werden auf ihre Nachhaltigkeit, Implementierung und Verbreitung der Produkte überprüft.
Das ibw führt eine Befragung von potentiellen Usern gemeinsam mit dem Landesschulrat für Steiermark in Österreich durch.
Auf Initiative des ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) startete im November 2007 das EU-Projekt ECGC - European Career Guidance Certificate. Der Name ist gleichzeitig Programm, denn innerhalb der Projektlaufzeit soll eine Zertifizierung entwickelt werden, mit der Bildungs- und BerufsberaterInnen zukünftig die Einhaltung qualitativer Standards nachweisen können.
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der aktuellen mittelfristigen Qualifikationsbedarfsprognose der Studie “Future Skill needs” für den europäischen Arbeitsmarkt. Hierbei wird aufgezeigt, dass es aufgrund der unterschiedlichen Ausbildungssysteme und der Verwendung von nur drei Qualifikationslevels (gering – mittel – hoch) nicht nur zu sehr unscharfen Aussagen, sondern auch zu Missverständnissen kommen kann. In diesem Zusammenhang könnte der 8-stufige Europäische Qualifikationsrahmen, der bis 2010 zu einer Realität werden soll, mehr Transparenz bringen. Abschließend werden Schlussfolgerungen aus der mittelfristigen Qualifikationsbedarfsvorausschau und der kritischen Reflexion der dabei implizierten Bildungslevelklassifizierung für die berufliche Bildung und die Hochschulbildung in Österreich gezogen.
Die Europäische Kommission hat mit ECVET (European Credit Transfer in Vocational Education and Training) ein Lernkreditsystem vorgeschlagen, das – ähnlich dem ECTS im Hochschulbereich – dazu beitragen soll, im Ausland erbrachte Lernleistungen transparenter zu machen, um deren Anerkennung zu erleichtern.
In Vorbereitung auf eine mögliche Implementierung von ECVET in Österreich hat das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) eine Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ziel es war, die „ECVET-Tauglichkeit“ der beruflichen Erstausbildung zu überprüfen.
Der vorliegende Endbericht analysiert die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen in der vollschulischen und dualen beruflichen Erstausbildung und identifiziert dabei sowohl „ECVET-förderliche“ als auch „ECVET-hinderliche“ Faktoren in den derzeit geltenden Bestimmungen. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung werden Anpassungsbedarfe aufgezeigt und Empfehlungen formuliert, welche Schritte für die Umsetzung von ECVET erforderlich wären.
Im Rahmen des Projekts Skilled ▪ Mobile ▪ European Master (SME Master), das durch das EU-Bildungsprogramm Leonardo da Vinci finanziell unterstützt wurde, wurden die wesentlichen Prinzipien des Europäischen Lernkreditsystems (ECVET) auf die Meisterqualifikation im Bäckerhandwerk übertragen. Unter Koordination des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks arbeiteten Partnereinrichtungen aus vier Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich und Norwegen) daran, die Bäckermeisterqualifikation lernergebnisorientiert zu beschreiben, sie in Einheiten zu unterteilen und diesen Kreditpunkte zuzuordnen.
Die genaue methodische Vorgangsweise wurde in einem Handbuch beschrieben, das nun auf Deutsch und Englisch erschienen ist.
Jugendliche mit Migrationshintergund sind vor allem in den Berufsschulen (Lehrlingsausbildung), den BHS und der AHS-Oberstufe stark unterrepräsentiert, hingegen in den Sonderschulen überrepräsentiert.
Besonders ausgeprägt ist diese Bildungsbenachteiligung bei Jugendlichen mit türkischer sowie serbisch-montenegrinischer Staatsbürgerschaft. Bei Jugendlichen dieser Nationalitäten zeigt sich recht deutlich, dass auch deren Eltern eher „bildungsfernen“ Schichten entstammen. Umso notwendiger wäre gerade für diese Jugendlichen eine umfassende und effiziente Bildungs- und Berufsinformation/-beratung – insbesonders in der Schule. Das diesbezügliche derzeitige Angebot muss als nicht ausreichend beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund hat das ibw im Auftrag der Wirtschaftskammern Österreichs nunmehr auch eine mehrsprachige Version (neben Deutsch nun auch Englisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch) von Teilen des BerufsInformationsComputers BIC (www.bic.at) erstellt.
Beispiele aus Kraftfahrzeugtechnik, Bürobereich, Einzelhandel und Informationstechnologie. Diese vier Branchen allein bilden in Österreich 40 400 Lehrlinge aus (Lehrlingsstatistik 2006, WKO).