Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat das ibw das Medienpaket „Unternehmergeist in der Lehre“ erstellt.
Das Medienpaket enthält Materialien sowohl für Lehrlinge als auch für Ausbilder und soll dazu betragen, den Unternehmergeist in der Lehrlingsausbildung zu stärken und bei den Lehrlingen Interesse für die berufliche Selbstständigkeit zu wecken.
Das Wirtschaftsministerium und die Wirtschaftskammer Österreich prämierten bei der großen Fit for Future Gala am 22. März 2007 Österreichs beste Lehrbetriebe. Die drei Siegerunternehmen - Tischlerei und Planungsbüro Cyriak Hochwimmer, Hotel Eschenhof und dm drogerie markt GmbH nahmen vor 300 Gästen stolz die Fit for Future Awards von Staatssekretärin Christine Marek und WIFI Österreich Kurator und Präsident des ibw Michael P. Walter entgegen.
Im Sommer dieses Jahres endet das mit Mitteln des EU Programms Leonardo da Vinci finanzierte Projekt DYNOT. Das Ziel dieses Projektes bestand darin, ein, die aktuellen Qualifikationsanforderungen der Unternehmen berücksichtigendes Beratungstool für den IKT-Bereich zu entwickeln. Wie die kürzlich durchgeführte Evaluierung bei Unternehmen, Berufsberatern und ihrem Klientel aufzeigte, konnten die mit dieser Zielrichtung verbundenen Erwartungen bei weitem übertroffen werden. Das Tool ist mittlerweile unter www.dynot.net online.
Mit dem Jahreswechsel 2006/2007 hat das ibw die Koordination des EU-Projektes LaBooM (Languages for the Book and Media Sector) von der Akademie der Österreichischen Buch- und Medienwirtschaft übernommen. LaBooM ist ein Sprachenkompetenzprojekt, aufbauend auf einem zweistufigen Sprachkurs. Nach zweijähriger Entwicklungsdauer soll das Lerninstrument nun der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Einführung eines Kreditpunktesystems in der beruflichen Bildung – bekannt unter dem Namen ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training) – ist seit einiger Zeit ein vieldiskutiertes Thema auf europäischer Ebene. Der EU-weite Konsultationsprozess zum vorliegenden Arbeitsdokument wurde Ende März abgeschlossen. ECVET soll im Prinzip ähnlich funktionieren wie ECTS im Hochschulbereich: Es soll die Übertragung von Kompetenzen, die im Ausland erworben werden, durch eine gute Beschreibung der erzielten Lernergebnisse sowie durch die Zuordnung von Punkten zu diesen Lernergebnissen ermöglichen.
Eine wichtige Voraussetzung für die Implementierung eines solchen Systems, ist, dass sich – ähnlich wie im Hochschulbereich – auch im berufsbildenden Bereich längerfristige Mobilitätsaufenthalte etablieren (also mehr als die derzeit üblichen drei Wochen) und die im Ausland erworbenen Kompetenzen im Inland anerkannt werden.
Die Wirtschaftskammer Österreich hat daher ein Projekt initiiert, das genau dieses Ziel verfolgt: die Ermöglichung qualifizierender Mobilität. Das ibw ist Co-Koordinator dieses Projektes und wesentlich an der Erreichung der Projektziele beteiligt.
Von MigrantInnen geführte Betriebe bilden mittlerweile einen wesentlichen Bestandteil der österreichischen Unternehmerlandschaft. In diesem ibw-Mitteilungsartikel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für selbstständig erwerbstätige MigrantInnen dargestellt. Des Weiteren wird anhand von sekundärstatistischen Auswertungen der relevanten zur Verfügung stehenden Datenbasen ein Bild von der Selbstständigkeit von Personen mit Migrationshintergrund gezeichnet. Die dem Beitrag zugrunde liegende Studie wurde im Auftrag des AMS Österreich erstellt.
Trotz markanter Zuwächse in der Hochschulabsolvent(inn)enbeschäftigung gibt es seit Jahren einerseits öffentliche „Selbstzerknirschung“ im Lande über einen behaupteten „Rückstand in der Akademiker/innenquote“, andererseits anhaltende Klagen über schlechte oder verschlechterte Jobchancen für Hochschulabsolvent(inn)en sowie prekäre Beschäftigungsverhältnisse bei Neuabsolvent(inn)en.
Der vorliegende Artikel prüft die damit implizierten Fragen zunächst anhand von Daten zur Beschäftigungsentwicklung und zum Arbeitsmarkt für Graduierte in Österreich. Im Weiteren werden die Vergleichsdaten zur Hochschulbildung, von denen die „Rückstandsmeldungen“ abgeleitet werden, einer Plausibilitätsanalyse unterzogen.
Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass der Großteil der Unterschiede im Hochschulsystem auf Unterschiede in den nationalen Qualifizierungsstrategien zurückzuführen ist. Während in Österreich Employability bereits in den BHMS und in der Lehrlingsausbildung angepeilt wird, werden in anglophonen und nordeuropäischen Ländern arbeitsmarktfähige Ausbildungen in den postsekundären Bereich verschoben und erscheinen dann im Rahmen der derzeit verfügbaren statistischen Nomenklatur als tertiäre Ausbildungen, auch wenn sie gleiche Inhalte wie Ausbildungen der oberen Sekundarstufe haben.
Kooperationen mit Hochschulen (staatlichen Universitäten, privaten Universitäten, Fachhochschulen, ausländischen Hochschulen, die in Österreich Programme anbieten) spielen bisher im deutschen Sprachraum eine noch eher geringe Rolle: 5 % der österreichischen Unternehmen kooperierten häufig, weitere 36 % gelegentlich mit Universitäten.
In einer vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank geförderten ibw-Studie, wurden die Vorteile und die Hemmnisse einer Kooperation, Kooperationsfeldern und
-formen, sowie die Angebots- und Nachfragesituation in Österreich erhoben.
Die vorliegende Studie des ibw gibt Aufschluss über die Zahl der Absolvent(inn)en der Berufsreifeprüfung, die abgelegten Teilprüfungen und die Wahl des Fachbereichs. Weiters wurde im Rahmen der Studie erstmals der tatsächliche Verbleib der Absolvent(inn)en, deren Repräsentanz in weiterführenden Bildungsgängen sowie die Erfahrungen, die diese im Erwerbsleben machen, untersucht.
Die Lehre genießt in Österreich einen hohen Stellenwert. Rund 40 % aller 15-Jährigen wählt nach der Pflichtschule diesen Bildungsweg. Die gegenwärtige Attraktivität der dualen Ausbildung gilt es, auch in Zukunft aufrecht zu erhalten. Dazu bedarf es interessanter und diversifizierter Ausbildungsangebote, aber auch verschiedener Optionen, nach Abschluss der Lehre die nächst höhere Bildungsstufe zu erreichen („Durchlässigkeit“).
Ein maßgeblicher Schritt zur Verwirklichung der Durchlässigkeit wurde bereits 1997 mit Einführung der Berufsreifeprüfung (BRP) gesetzt. Durch die Absolvierung der BRP können ua. Lehrlinge bzw. Fachkräfte die allgemeine Zugangsberechtigung zu postsekundärer und tertiärer Bildung erwerben. Daneben besteht mit der Studienberechtigungsprüfung (SBP) die Option, eine auf einen bestimmten Studiengang eingeschränkte Berechtigung zu erlangen.
Für eine Weiterentwicklung dieser Instrumente bzw. zum Aufzeigen anderer Wege und Möglichkeiten zur Verbesserung der Durchlässigkeit ist es notwendig, über den Tellerrand zu blicken und Innovationen anzudenken, zu entwickeln und zu evaluieren. Genau dieses Ziel stand im Mittelpunkt des gegenständlichen Projektes, zu dem das ibw und das öibf vom BMWA beauftragt wurden.
Auf Basis einer Analyse von bereits bestehenden Kooperationen zwischen Lehre und (Hoch)Schule bzw. Weiterbildung wurden von den Auftragnehmern drei Modellvorschläge entwickelt, die eine gleichzeitige Absolvierung von Lehre und Matura vorsehen. Diese Modelle wurden zwischen April und November 2006 mit Berufsbildungsexpert(inn)en diskutiert, um deren Meinungen einzuholen und mögliche Richtungen der Weiterführung dieser Thematik auszuloten.
Der vorliegende research brief fasst die Hauptergebnisse dieser Befragung zusammen. Die Gesamtstudie wird in Kürze über die Website des BMWA veröffentlicht.