Die Weiterentwicklung von Lehrberufen, viele Projekte im Bereich Berufsinformation und Arbeitsmarkt-Analyse, Lehrberufsmarketing, neue Tests und Ausbildungshilfen, nationale und internationale Wettbewerbe, ein neuer Staatspreis, Lehrabschlussprüfungen und zahlreiche europäische Projekte – die Entwickler/innen des ibw haben sich für 2008 ein ambitioniertes Arbeitsprogramm vorgenommen.
Das ibw hat in den Projekten AMOR und SME-Master den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF) und das Europäische Kreditsystem für berufliche Aus- und Weiterbildung (ECVET) an praktischen Beispielen erprobt. Die Ergebnisse der beiden Projekte sind wichtige Beiträge zur Anwendbarkeit des, den Steuerungsinstrumenten zugrunde liegenden Ansatzes, eine Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen durch die Orientierung an Lernergebnissen („learning outcomes“) herzustellen.
Um die Transparenz der Zeugnisse und Diplome zu verbessern, schlägt die EU-Kommission einen 8-stufigen Bezugsrahmen für Qualifikationsnachweise aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft vor.
Die Länder sollen ihre Zeugnisse und Diplome diesem European Qualifications Framework (EQF) zuordnen.
Die Informations- und Dienstleistungsgesellschaft stellt komplexe Qualifikationsanforderungen bereits im Einstieg in Ausbildung oder Erwerbstätigkeit. Berufliche Zukunft und gesellschaftliche Integration werden daher im Pflichtschulalter und früher grundgelegt. Dies zu beachten, ist heute mehr denn je geboten. Schwierigkeiten im Übergang in Ausbildung und Erwerbsfähigkeit haben häufig Ursachen in Defiziten in der Grundbildung, die bereits früh im Lebenszyklus entstehen. Es kommt daher darauf an, herauszuarbeiten, wo Defizite auftreten und wann und wie man zu ihrem Abbau etwas unternehmen kann. In diesem Beitrag wird „Grundbildung“ relativ weit gefasst, in dem über die elementaren Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) hinausgehend auch ein Mindestlevel sozialkommunikativer Handlungsfähigkeit einbezogen wird.
Die insgesamt wichtigsten Eingangsqualifikationen von Lehrstellensuchenden sind das persönliche Interesse am zu erlernenden Beruf sowie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, weiters Lern- und Leistungsbereitschaft, Arbeitsmotivation“ „Genauigkeit, Sorgfalt“ sowie „Gute Umgangsformen (Höflichkeit, Freundlichkeit, etc.)“ Gerade weil diesen Schlüsselqualifikationen ein so hoher Stellenwert zukommt, werden darin oftmals auch besondere Defizite bei den Lehrstellensuchenden gesehen.
Weitere ausgewählte Ergebnisse der ibw-öibf-Studie basierend auf einer Befragung von mehr als 300 Lehrbetrieben siehe ibw-research brief Ausgabe Nr. 39.
Der Lehrlingsstand belief sich Ende 2006 auf fast 126.000 Jugendliche. Die Lehrlingsausbildung ist sowohl bei Betrachtung des Inputs (Schüler 10. Schulstufe) mit 39 Prozent der beschulten Jugendlichen als auch und noch stärker bei Betrachtung des Outputs die mit Abstand stärkste Ausbildungsroute in Österreich.
Weitere Daten gegliedert nach Geschlecht, Sparten, Bundesländer, Lehrberufe, Betriebsgrößen und Arbeitsmarktindikatoren finden Sie im ibw-research brief Ausgabe Nr. 37.
Seit dem Jahr 2004 hat in der für die Sekundarstufe I relevanten Altersgruppe der 10- bis 13-Jährigen ein deutlich rückläufiger Trend eingesetzt, der sich laut Bevölkerungsprojektion bis in die Mitte des nächsten Jahrzehntes fortsetzen wird. Für das Jahr 2015 werden rund 335.000 Jugendliche im Alter zwischen 10 und 13 Jahren vorhergesagt (das sind um ca. 42.000 Jugendliche weniger als heute).
Berücksichtigt man aber Schulwahltrends, kann man annehmen, dass bei der Konkurrenz der Schulen um SchülerInnen es der AHS aufgrund ihrer höheren sozialen Attraktivität besser gelingen wird, ihre Schülerzahlen bei rückläufigen Altersjahrgängen aufrecht zu erhalten. Welcher Einfluss geht nun von den diversen Varianten der Bevölkerungsprojektion aus? Siehe dazu ibw-research brief Ausgabe Nr. 38.
Die KMS/HS Brüßlgasse ist seit Jahren Partnerschule des ibw und der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Im Rahmen des EU-Programm „Lebenslanges Lernen“ führt die Schule unter Leitung von Dir. Heinz Fiedler ein Comenius II-Projekt zum Thema EUROPASS IN DER PRAXIS gemeinsam mit Portugal und der Tschechischen Republik durch.
Das ibw und die WKO begleiten das auf zwei Jahre anberaumte Projekt der Schulen und werden es gleichzeitig evaluieren.
Die Förderung von Interesse und Lernmotivation der Lernenden gilt als wichtiges Lehr-/Lern-Ziel und ist als Bedingung für das Erzielen von Lernerfolgen von großer Bedeutung. Empirische Studien zeigen jedoch, dass schulbezogene Interessen und Lernmotivation während der Schulzeit im Schnitt sinken. In diesem Beitrag soll untersucht werden, ob auch bei den Interessen und der Lernmotivation für kaufmännische Unterrichtsgegenstände an den höheren berufsbildenden Schulen eine abnehmende Tendenz festgestellt werden kann.
Die hohe wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Jungunternehmen ist unbestritten. Dabei kommt es nicht nur auf die Anzahl der Unternehmen, sondern insbesondere auf deren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg an.