Liebe Leserinnen und Leser,
wir begrüßen Sie im neuen Jahr recht herzlich. In den ersten ibw-Mitteilungen 2009 finden sie einen Überblick über die Vorhaben Entwicklungsteams, die sich 2009 besonders auf Förderung der Qualität konzentrieren. Darüber hinaus enthalten diese ibw-Mitteilungen interessante Beiträge zum Thema Weiterbildung und Berufsinformation. Weiters wird über europäische Projekte berichtet, in denen das ibw maßgebend beteiligt ist.
Wir freuen uns auch sehr über Rückmeldung zu unseren Artikeln. Ebenso stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne für weitere Fragen zur Verfügung.
Die nächsten ibw-Mitteilungen erscheinen Mitte Mai 2009!
2,4 Millionen Berufsaufrufe auf BIC.at im Jahr 2008
Am 4. April 2008 wurde die vollständig neu gestaltete Version von BIC.at online gestellt. Seither explodieren die Zugriffszahlen. So sind die Berufsaufrufen von 888.786 im Jahr 2007 auf 2.400.828 im Jahr 2008 gestiegen (+ 170 %). Damit ist BIC.at eines der zentralen Online-Berufsinfosysteme Österreichs.
Seit Anfang Jänner kann die Lehrberufsliste Online unter http://lehrberufsliste.m-services.at abgerufen werden.
Das Ziel des Projekts 'Akkreditierungssystem für EntwicklerInnen von Berufsbildungscurricula' besteht darin, einen Beitrag zur Qualitätssicherung des E-Learning-Angebots in Europa zu leisten.
2009 wird für den Entwicklungsbereich ein Jahr der Vielfalt, das höchstes Know how und jede Menge Kreativität unseres Teams erfordert. Ein Leitgedanke verbindet all unsere Vorhaben – „Qualität fördern“. Unter dieser Maxime werden wir die folgenden Aufgaben umsetzen.
Europäische Vergleiche und Rankings werden im bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs immer wichtiger. Damit steigt die Bedeutung fundierter und kritischer Information über Ergebnisse europäischer Erhebungen und Forschungsarbeiten in allen Sektoren des Bildungswesens: Einerseits um den nationalen Leistungsstand empirisch und kritisch bewerten zu können, andererseits um nicht vorschnellen oder falschen Ableitungen anheimzufallen. In vorliegendem Artikel wird der Zielsetzung einer möglichst objektiven Berichterstattung über europäische Bildungsforschung am Beispiel der dritten europaweiten Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung ( Continuing Vocational Training Survey, CVTS-3) nachgekommen.
Anhand einer aktuellen WIFI-KursteilnehmerInnen-Befragung des ibw lassen sich interessante Befunde und Schlussfolgerungen dahingehend ziehen, welche KursteilnehmerInnen von Unternehmen entweder in Form einer Kurskostenübernahme seitens des Betriebes und/oder eines Kursbesuchs während der Arbeitszeit unterstützt werden.
Projekte, die Innovationen in den Erziehungs- und Bildungssystemen zum Thema haben, nützen nur denen, die sie durchführen oder auch anderen Professionals in diesem Bereich?
Ein Beitrag zur Diskussion der Frage unilateraler Vertrauensbildung anlässlich der europäischen und nationalen EQF/EQR-Diskussionen
Angesichts der aktuellen Diskussion um die Gestaltung und Anwendbarkeit eines europäischen und nationalen Qualifikationsrahmens haben wir die Beobachtung gemacht, dass Fragen des gegenseitigen Vertrauens bei der „richtigen“ Einstufung von Qualifikationen eine wichtige Rolle spielen.
So müssen sich beispielsweise deutsche Unternehmer in der Elektrobranche sicher sein können, dass die Zuordnung des/der ungarischen ElektronikerIn zu einem bestimmten Niveau des EQF/EQR/EQR . tatsächlich der „Realität“ entspricht. Nur so kann der/die ungarische BewerberIn seinem/ihrem beruflichen Qualifikationsprofil entsprechend eingesetzt werden. Das gilt besonders dann, wenn der/die potenzielle ArbeitgeberIn kein Ungarisch spricht und die fremdsprachlichen Zeugnisse des/der BewerberIn nicht versteht.
In den entsprechenden Diskussionen wird kaum in Frage gestellt, dass in der Frage der „richtigen“ Zuordnung Policy Maker und FachexpertInnen die zentrale Rolle spielen sollen. Mit Hilfe fachlich abgesicherter „Wahrheiten“ und einer politischer Legitimität soll internationales Vertrauen in Informationen zu nationalen Bildungssystemen hergestellt werden. Wir sind der Ansicht, dass das nicht ausschließlich so sein muss und stellen in diesem Artikel eine Alternative vor.
… und wie wir trotzdem damit umgehen können
Das Gejammer über mangelnde Sozialkompetenz ist selbstverschuldet. Denn wie können wir etwas verlangen, das im aktiven Wortschatz der wenigstens Menschen vorkommt? „Wer die öffentlichen Zustände ändern will, muss zuerst bei der Sprache anfangen“, sagte schon Konfuzius. Clemens Widhalm von Dale Carnegie Österreich analysiert.
Lebenslangem Lernen kann auch im interkulturellen Dialog erfolgen, als Beispiel sei das Überwinden von Grenzen genannt. Das können geographische oder soziale Grenzen sein, ebenso wie Bildungsunterschiede oder kulturelle Einflüsse.
Das Grundtvig Projekt “weReuope – European Lifelong Learning by Intercultural Dialogue” hat sich zum Ziel gesetzt im Rahmen der Partnerschaft und in fünf großen Konferenzen, übertragbare Trainingswerkzeuge zu entwickeln und auszuprobieren, die zur Überwindung von Barrieren beitragen können.